CAD / CAM Technologie

CAD / CAM- gefertigter Zahnersatz umfaßt in der Prozesskette von Zahnpräparation bis Fertigstellung 5 typische Vorgänge: Scan » CAD » Prototyp » CAM » Manufaktur.

Scan   |   Wir digitalisieren unsere Zahnpräparationen entweder direkt im Patientenmund (Intraoralscan) oder indirekt über die Herstellung klassischer Abformungen und Modelle mit einem hochauflösenden 3D- Laserlichtscanner (Extraoralscan). Der so gewonnene Datensatz wird dann mit unserer CAD / CAM- Software direkt am Patientenstuhl in Leverkusen (chairside) oder indirekt in unserem Partnerlabor in Köln (labside) weiterverarbeitet.
CAD   |   Auf Grundlage der digitalisierten Zahnpräparation entwerfen wir das CAD- Modell ihres Zahnersatzes. Mit der digitalisierten Gegenbezahnung werden Funktions-/ Kaubewegungen simuliert. Ein STL- Datensatz wird, wie in jeder CAD- Software üblich, auf Plausibilität respektive Umsetzbarkeit hinsichtlich der weiterverarbeitenden Maschinentechnik geprüft. Schließlich wird er ins Kölner Maschinenzentrum übermittelt.
Prototyp   |   Ein Zahnersatzprototyp kann in Form und Funktion so weit verändert werden bis er die Zustimmung des Patienten findet. Viele Kunsthandwerker erstellen Muster ihrer endgültigen Arbeit, ein als Backward Planning bezeichnetes Verfahren zur Qualitätssicherung. Dem Mehraufwand an Zeit und Material steht die höhere Patientenzufriedenheit mit der fertigen Arbeit gegenüber.
CAM   |   Als subtraktives Formgebungsverfahren nutzt unser Zahntechnik- Partner in Köln HSC-CNC-Fräs- und Oszillationsmaschinentechnik. Hiermit lassen sich alle Zahnersatzindikationen mit allen derzeit auf dem Markt befindlichen Materialien realisieren.
Der Zahnersatz- Rohling wird dabei aus industriell vorgefertigten runden Materialscheiben herausgearbeitet, den sogenannten Blanks.
Manufaktur   |   Als letzter Arbeitsschritt bleibt die manuell- zahntechnische Endvergütung durch den Keramiker.

 

OXIDKERAMIK

Gemäß der Prämisse “keep it simple” können wir heute alle Indikationen für festsitzenden CAD/ CAM- gefertigten Zahnersatz mit 2 Keramiken abdecken: Oxid- und Silikatkeramik. Diese wiederum können mit 2 Techniken kombiniert werden: Monolith- und Schichttechnik. Möglich sind also 4 Kombinationen aus Material- und Verfahrenstechnologie.
Oxidkeramiken sind im Gegensatz zu Silikatkeramiken ausschließlich kristallin aufgebaut. Mit höherem Kristall- anteil einer Keramik steigt deren Festigkeit und sinkt deren Transluzenz. Ausgangsmaterial der von uns verwendeten Oxidkeramik sind gesinterte isostatisch vorgepresste Zirkondioxidblanks. Industriell vorgefertiges Zirkondioxid ist weitaus härter und verschleißfester als Stahl. Oxidkeramik kommt überall dort zum Einsatz, wo es auf außergewöhnliche Festigkeit Ihres Zahnersatzes ankommt. Silikatkeramik zeichnet sich wegen seines zusätzlichen Glasanteils durch seine Trans- und Opaleszenz aus, Vorraussetzung für hochästhetischen Zahnersatz.
Monolithischer Zahnersatz ensteht aus einem präfabrizierten Keramikblock, der zur weiteren Charakterisierung mit Keramikfarben individualisiert wird. Geschichteter Zahnersatz dagegen ensteht aus der Kombination eines präfabrizierten Keramikblocks mit einer weiteren Schichtkeramik.
Monolithische Oxidkeramik   |   Monolithische Oxidkeramik eignet sich hervorragend für alle Kronen,Brücken und andere Restaurationen, die besonders hohen Belastungen standhalten sollen. Das können sein: Kronen im Seitenzahnbereich, große Brücken oder Verbindungselemente wie Teleskopkronen bei herausnehmbaren Zahnersatz.
Geschichtete Oxidkeramik   |   Bei der geschichteten Oxidkeramik ersetzten wir die sichtbaren Anteile oxidkeramischen Zahnersatzes gegen transluzentere Schichtkeramik. So kombinieren wir mechanischen Vorteil der Oxid- mit ästhtetischen

 

SILIKATKERAMIK

Silikatkeramiken kommen überall dort zum Einsatz, wo es auf außergewöhnliche Ästhetik Ihres Zahnersatzes ankommt. Silikatkeramiken verfügen im Gegensatz zu den rein kristallin aufgebauten Oxidkeramiken über eine zusätzliche Glasmatrix. Der Glasanteil bewirkt eine weitaus höhere Transluzenz.

Ausgangsmaterial für unsere Silikatkeramiken ist eine Sonderform unter den Silikatkeramiken: die Lithium- disilikatkeramik. Diese unterscheidet sich von herkömmlichen Silikatkeramiken durch einen besonders hohen Kristallanteil von etwa 70%. Liegt die Festigkeit einer herkömmlichen gesinterten oder gepressten Silikatkeramik bei 100 MPa, so liegt die der Lithiumdisilikatkeramik bei 400 MPa.
Deshalb eignen sich Silikatkeramiken vor allem für alle Kronen, Brücken und andere Restaurationen, an die besonders hohe Anforderungen an die Ästhetik gestellt werden. Das können Kronen im Front- und Seitenzahnbereich, kleine Brücken oder Veneers, Inlays bis hin zu Teilkronen sein.
Monolithische Silikatkeramik   |   Das Pendant zur monolithischen Oxidkeramik, nur das es sich beim Ausgangsmaterial um die tranluzentere bemalte Disilikatkeramik handelt.
Geschichtete Silikatkeramik   |    Derzeit das Maximum des ästhetisch Machbaren. Höchsten ästhetischen Ansprüchen genügen wir mit der Variante eines CAD/ CAM- gefrästen Lithiumdisilikatkäppchens, das anschließend manuell mit einer Fluor- Apatit- Glaskeramik beschichtet wird. Diese neuartige Schichtkeramik ist in ihren Eigenschaften dem natürlichen Zahnschmelz nachempfunden.

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